Herausbgeber: Deutsche Forschungszentrale für Schmetterlingswanderungen (DFZS): D-95168 Marktleuthen, Humboldtstraße 13a. Tel. 09285/ 480, Fax 09285/ 8238 [D: 0049], email: ulfei@t-online.de

 

Seit 1951 arbeiten wir zusammen an der Erforschung der Wanderfalter. Es war oft eine recht mühevolle Kleinarbeit und manchmal war das Ergebnis eines Jahres kümmerlich. Aber Baustein auf Baustein haben wir zusammengetragen und doch schon ganz schöne Erfolge erzielt und neue Erkenntnisse gewonnen. Die Verständigung unserer zahlreichen Mitarbeiter ließ jedoch manchmal zu wünschen übrig, weil wir kein eigenes „Sprachrohr" hatten. Zumal die Früchte unseres gemeinsamen Beobachtens und Forschens, die Ergebnisse unserer Arbeit, konnten wir unseren Mitarbeitern oft nicht übermitteln, weil wir viel zu wenig Sonderdrucke unserer Veröffentlichungen bekamen. Außerdem machte uns der finanzielle Teil unserer Arbeit immer mehr zu schaffen, weil wir ja alle Ausgaben selbst trugen.

Nun wird dies anders. In der Erkenntnis, daß unser Forschen durch regere Zusammenarbeit und bessere Unterrichtung der Mitarbeiter verstärkt und durch Versuche erweitert werden muß, wenn rascher als bisher gute Erfolge gezeitigt werden sollen, wurde die „Gesellschaft zur Förderung der Erforschung von Insektenwanderungen in Deutschland e. V." mit dem Sitz in Münnerstadt gegründet. Sie finanziert nunmehr die Arbeit der „Deutschen Forschungszentrale für Schmetterlingswanderungen" und ermöglicht ihr dadurch ein viel großzügigeres Arbeiten, wobei, was bemerkt sei, die Leitung nach wie vor ehrenamtlich tätig ist. Rundschreiben werden künftig nur in dringenden Fällen versandt, etwa beim Einflug großer Schwärme von Schädlingen. Über alles andere wird künftig diese Zeitschrift unterrichten, die jeweils erscheint, wenn es gilt unsere Forschungsergebnisse zu veröffentlichen oder wenn sonst genug Stoff vorliegt. Neben fachwissenschaftlichen Beiträgen über Insektenwanderungen oder damit zusammenhängenden Umständen oder Tatsachen werden auch Artikel erscheinen, die sich mit einzelnen Arten und dem Leben der Schmetterlinge im allgemeinen beschäftigen. Es stehen uns doch zahlreiche, hilfsbereite Naturfreunde zur Seite, die eifrig mitmachen möchten, denen aber öfters das nötige Wissen fehlt. Sie sollen durch diese Beiträge über unsere bunten Freunde, den „Adel der Insekten" unterrichtet werden. Die vielen tüchtigen Entomologen, die mit uns zusammenarbeiten, können ja über diese Beiträge hinweglesen. Bitte, schenken Sie alle den „Mitteilungen" in diesem und den kommenden Heften immer zuerst Beachtung, denn sie ersetzen unsere bisherigen Rundschreiben.

Atalanta heißt unsere Zeitschrift nach dem herrlichen, großen Wanderer „Admiral", Pyrameis/Vanessa atalanta L. Allen Mitgliedern unserer Gesellschaft und allen Mitarbeitern wird sie jeweils nach Erscheinen kostenlos zugestellt.

Möge die „Atalanta" ein gutes Bindeglied zwischen Ihnen allen und uns sein und eine gute Dienerin der Wissenschaft.

 

Kurt Harz,

Heinrich Wittstsdt

 

Atalanta, 1 (1): 1 - 2, March 1964

 

Redactionskommitee:

Frof. Dr. Werner BACK

Dr. Ulf EITSCHBERGER

Dr. Vladimir LUKHTANOV

Dr. Hartmut STEINIGER

Prof. Dr. Zoltán VARGA